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Kommentar | 29.03.2019 (editiert am 02.04.2019)

Der gescheiterte Weg der Dinosaurier

Nicht nur die „Fridays-for-Future-Demonstrationen“ der Schüler zeigen: Der Neoliberalismus muss überwunden werden. Das 2011 von Unternehmern als „Graswurzel-Bewegung“ begonnene Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie könnte ein erster Schritt sein.

Wenn man die Wirtschaftsnachrichten der letzten Wochen verfolgt, dann könnte man annehmen, dass in Deutschland alles ganz gut läuft. Die Arbeitslosenzahlen sinken und die Wirtschaftsdaten zeigen immer noch ein relativ hohes Niveau. Auch die aktuellen Bilanz-Pressekonferenzen der Finanzinstitute lassen – zumindest im Bereich der Genossenschaftsbanken und Sparkassen – keine akut krisenhafte Entwicklung erkennen.

Analysiert man aber die Gesamtsituation im Finanzmarktbereich, dann zeigt sich, dass die seit der großen Finanzkrise 2008 aufgedeckten Risiken keineswegs im erforderlichen Umfang abgebaut wurden. Im Gegenteil. Entgegen der politischen Versprechungen nach dem Crash wird eine Ausweitung von sogenannten „Klumpen-Risiken“ plötzlich wieder als „sinnvoll“ betrachtet. Oder wie ist das zu verstehen: 2009, nach der Rettung einiger vor der Pleite stehender Finanzkonzerne – die automatisch zu einer höheren Staatsverschuldung führten –, wollte man nie mehr Banken zulassen, die „too big to fail“ sind. Nun aber wird ernsthaft über eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank debattiert.

Wieder einmal versucht man den schon in der Evolution gescheiterten Weg der Dinosaurier – die vergebliche Hoffnung der Rettung durch Größe. [...]

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