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Löhne | 04.03.2019 (editiert am 08.03.2019)

Die 8 ist keine 3

Wieder verkünden die Gewerkschaften große Zahlen, die sich bei näherem Hinsehen als minimale Schritte erweisen. Der positive Teil des Konjunkturzyklus ist vorbei und man ist über die drei Prozent praktisch nicht hinausgekommen. Für die EWU, das verdrängen die deutschen Gewerkschaften, ist das katastrophal.

Für den öffentlichen Dienst auf Länderebene hat ver.di, die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft, nach langen Verhandlungen am Wochenende einen Abschluss über 8 Prozent Lohn- und Gehaltzuwachs verkündet. Der Pferdefuß ist, wie fast immer in den letzten Jahren, die sehr lange Laufzeit. Sage und schreibe für 33 Monate, bis zum September 2021 (gerechnet seit Beginn dieses Jahres) hat man sich festgelegt.

Ab dem 1. Januar dieses Jahres steigen die Tarifeinkommen um 3,2 Prozent und ab dem nächsten Jahr erneut um diesen Satz für 2020. Danach gibt es für 9 Monate im Jahr 2021 1,4 Prozent. Rechnet man für den Durchschnitt aller Bediensteten mit der einfachsten aller Formeln (8 : 33 x 12) auf ein Jahr um, kommt man auf 2,9 Prozent. Gefordert hatte ver.di 6 Prozent für 12 Monate. Da es für die unteren Gehaltsklassen Sockelbeträge gibt, die nicht unterschritten werden dürfen, liegt dort der Zuwachs allerdings über dieser Rate.

Die drei als magische Grenze? [...]

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