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Theorie | 29.03.2019

Lasst uns über Gewinne reden!

Was sind die Ursachen der exorbitanten Einnahmeüberschüsse der Unternehmen. Um diese Frage zu beantworten, muss über die Monopolisierung und die damit verbundene Ungleichverteilung der Gewinne innerhalb des Unternehmenssektors geredet werden.

„Gewinn“ als ökonomische Größe führt in der von der Neoklassik beherrschten Theorie ein ähnlich trauriges Schattendasein wie „Geld“. Dieses wird als unwesentliches, letztlich verzichtbares Element nur der Vollständigkeit halber in ein bereits fertiges Theoriegebäude eingefügt. Irgendeinen nennenswerten Einfluss auf realwirtschaftliche Vorgänge wird „Geld“ dabei nicht zugestanden.

Nicht anders ergeht es dem Gewinn. Obwohl auch ihm in der realen kapitalistischen Ökonomie eine zentrale Bedeutung zukommt. Durch Begriffe wie „Grenzproduktivität des Kapitals“ und „vollkommene Konkurrenz“ wird er in eine ungreifbare und irrelevante Sphäre entrückt, in der er entweder als Fiktion einer rein technisch bestimmten Größe dem empirischen und praktisch-politischen Zugriff entzogen bleibt – oder durch die Unterstellung irrealer Annahmen überhaupt zum Verschwinden gebracht wird. Es ist daher nur folgerichtig, wenn er in den neoklassischen Modellen weiters keine Rolle spielt.

Auch bei der Thematisierung der „sparenden Unternehmen“ auf MAKROSKOP fällt auf, dass sich die Aufmerksamkeit zumeist auf die Ausgabenseite und die geringe Höhe der Investitionen richtet. Dort eröffnet sich ein weites Feld möglicher Ursachen, [...]

Nichts schreibt sich von allein!

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