Genial daneben | 05.03.2019 (editiert am 13.03.2019)

Warum MMT keine „linke Doktrin“ ist

Schlampige Berichterstattung und die falsche Darstellung einer wissenschaftlichen Theorie – oder wie das britische Wirtschaftsmagazin The Economist an der Modern Monetary Theory scheitert.

Das liberal orientierte Wirtschaftsmagazin The Economist hat sich in der aktuellen Ausgabe in zwei Artikeln der Modern Monetary Theory (MMT) (hier und hier) gewidmet. Erfreulich ist, dass die MMT langsam in den Fokus des Mainstreams zu kommen scheint. Leider nur beinhalten die beiden Texte falsche Aussagen im Allgemeinen und auch falsche Darstellungen dessen, was MMT ist.

Zunächst handelt es sich bei der MMT um keine „linke Doktrin“, wie dort behauptet wird. Definiert man eine Doktrin als etwas, das gelehrt wird, mag die MMT dies zwar genauso sein wie die neoklassische (Mainstream-)Ökonomie auch. Sicher aber ist sie nicht „links“. MMT ist eine wissenschaftliche Theorie darüber, wie Geld „funktioniert“ – wie es geschaffen und zerstört wird, wie es ausgegeben und eingenommen wird und was daraus für eine empirisch adäquate Theorie der Wirtschaft folgt.

In meinem Buch Modern Monetary Theory and European Macroeconomics diskutiere ich eine sogenannte Bilanzperspektive für eine Ökonomik – denn das ist die MMT letztlich. In Hinblick auf die Eurozone wird bei der MMT viel über die Geldschöpfung diskutiert. [...]

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