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Soziales | 30.04.2019 (editiert am 02.05.2019)

12718 Franken pro m2 Bauland

Die viel zu hohen Baulandpreise destabilisieren nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Wirtschaft. Abhilfe tut Not.

Der Sonntagsblick berichtet: Die Swisslife zahlt für ein Baugrundstück am Stadtrand von  Zürich 11718 Franken pro Quadratmeter. Das ist insofern keine Sensation, als die Schweizer Radio und Fernsehgesellschaft (SRF) letztlich bloß den inzwischen marktüblichen Preis verlangt und erhalten hat. Doch genau das ist der Skandal, der uns zwingen sollte, genau darüber nachzudenken, was solche Preise nicht nur Käufer und Verkäufer bedeuten, sondern für die ganze Wirtschaft und Gesellschaft.

Rechnen wir: Im besagten Areal Leutschenbach dürfen pro Quadratmeter Land 1,7 Quadratmeter Geschossfläche überbaut werden, was im besten Fall 1,4 Quadratmeter vermietbare Wohnfläche bedeutet. Das ergibt einen Quadratmeterpreis von gut 9000 Franken allein für das Grundstück. Laut dem Immobilienberater WüestParnter werfen Schweizer Immobilienanlagen im Schnitt 3,6 Prozent Nettorendite ab – plus Wertsteigerung. 3 Prozent braucht die Swisslife mindestens, um die versprochenen Renten finanzieren zu können.

Für die Mieter heißt das, dass sie pro Quadratmeter Wohnfläche neben den eigentlichen Mietkosten (für Unterhalt, Reparatur, Verwaltung, Heizung etc.) jährlich 270 Franken reine „Boden-Steuer“ bezahlen müssen. Das sind für eine Wohnung von 100 Quadratmetern 2250 Franken monatlich oder gut 20 Prozent des Bruttoeinkommens. [...]

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