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Länder | 12.04.2019 (editiert am 18.04.2019)

Krise in Palästina – Ein steiniger Weg

Vor Palästina liegt ein steiniger Weg. Damit das Land vorankommt, müssen die ökonomischen und institutionellen Rahmenbedingungen fundamental geändert werden. Denn ohne wirtschaftliche Perspektiven ist auch eine Zwei-Staaten Lösung nicht denkbar.

Die wirtschaftliche Entwicklung Palästinas ist von einer hohen Abhängigkeit des Konsums sowie großer Instabilität geprägt. Der jahrelange Verfall der Produktionsstrukturen hat die industrielle Basis fast vollständig zerstört. Und das Pariser Protokoll, das die institutionellen Rahmenbedingungen der palästinensischen Wirtschaft bestimmt, wirkt wie eine Zwangsjacke. Diese katastrophalen Rahmenbedingungen und Entwicklungen schlagen sich in den Salden der palästinensischen Wirtschaft wieder, die zeigen, wie abhängig das Land von internationalen Geldzuflüssen ist.

Die Salden der palästinensischen Wirtschaft

Ein hohes Leistungsbilanzdefizit bedeutet Ex-Post immer eine Verschuldung im Ausland. Da mehr ausgegeben als eingenommen wird, muss ein Nettoaufbau von Verbindlichkeiten die Folge sein (Paul Steinhardt hat dies zum Beispiel hier gezeigt). Palästina ist also davon abhängig, dass auch in Zukunft ausländische Banken die Forderungen gegen palästinensische Banken halten wollen, die das Leistungsbilanzdefizit mit sich bringt. Tun sie dies nicht mehr, ist eine Überweisung ins Ausland nicht mehr möglich. Solange das Ausland auf diese Weise Geldvermögen in Palästina bildet (Forderungen gegenüber Palästina), müssen Privatsektor und Regierung sich in der Summe verschulden. [...]

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