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Neoliberale Globalisierung | 09.04.2019 (editiert am 12.04.2019)

Standing an der Systemgrenze

Wie einst Keynes, so wollen auch Heiner Flassbeck und Paul Steinhardt in ihrem Buch „Gescheiterte Globalisierung“ den Kapitalismus retten. Ihre Vorschläge rütteln allerdings mehr an den Systemgrenzen als beabsichtigt.

Das Werk „Gescheiterte Globalisierung“[1] ist der gegenwärtig vielleicht ambitionierteste Versuch, eine gegenüber dem neoliberalen Paradigma nach links abweichende „neue Ökonomik“ und „rationale Wirtschaftspolitik“ zu entwickeln.

Diese geht auch über einen Keynesianismus hinaus, um letztlich das „marktwirtschaftlich-kapitalistische System“ vor dem neoliberalen Furor zu retten, als dynamisches System zu stabilisieren und „Wachstum“ und „Wohlstand“ zu sichern.

Die Vorschläge rütteln allerdings mehr an den Systemgrenzen als beabsichtigt. In dieser Grenzregion möchte ich Marx ins Spiel bringen, transformationstheoretisch weiter denken und die Frage nach einer Systemalternative erneuern.[2]

Auch Marx betonte den dynamischen Charakter und „great civilicing influence“[3] des Kapitals, sah aber in dem darin verankerten Wachstumszwang das sprengende und zu einem zivilisatorisch höher gelegenen Terrain treibende Moment.

Systemmanagement  und gesellschaftliche Zukunft

Die Generalthese lautet, dass es nach der „säkularen Machtverschiebung zugunsten der Unternehmen“ einer neuen „Aufgabenteilung von Markt und Staat“ bedarf. Der Staat soll die Funktion des „Systemoperators“ übernehmen und ein „Primat der Politik“ und des „Gemeinwohls“ gelten. [...]

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