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US-Konjunktur  | 21.05.2019

Ein Schein von Stärke

Amerikas Wirtschaft ist im ersten Quartal des Jahres mit 3,2 Prozent gewachsen. Das Wachstumstempo hat sich damit zum Jahresbeginn wieder beschleunigt. Doch der Schein trügt.

Amerikas Wirtschaft ist im ersten Quartal des Jahres mit 3,2 Prozent (Jahresrate) gewachsen. Das Wachstumstempo hat sich damit zum Jahresbeginn wieder beschleunigt. Doch der Schein trügt. Lagerinvestitionen und stark gedrosselte Importe haben das Ergebnis stark nach oben verzerrt. Das zugrundeliegende Bild zeigt eher eine abbröckelnde Binnennachfrage. Allein der Arbeitsmarkt weist weiterhin Vitalitat auf. Globale Konflikte haben zuletzt selbst an den zuvor euphorischen US-Aktienmärkten für Unruhe gesorgt.

Ob der nunmehr fast längste Aufschwung der US-Wirtschaftsgeschichte noch länger für Euphorie Anlass liefern wird, bleibt bei erneut eskalierenden globalen Spannungen abzuwarten. In der Weltwirtschaft hat es zuletzt hier und da einige Anzeichen für eine Stabilisierung auf schwachem Niveau gegeben. Doch selbst in China haben die erneuten Ankurbelungsversuche der Wirtschaftspolitik bisher keinen lebhaften Umschwung der Entwicklung bewirken können. Wir befinden uns in einer Phase erhöhter Risiken und Verwundbarkeit. Das gilt insbesondere für Europa und die Eurozone. Erhöhte Verwundbarkeit bei unverändert (zu) niedrigen Inflationstendenzen trifft aber auch für Amerika zu.

Das Bureau of Economic Analysis hat Ende April seine vorläufige Schätzung für das Wachstum des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) im ersten Quartal des Jahres 2019 veröffentlicht. [...]

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