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Entwicklungspolitik | 15.05.2019 (editiert am 21.05.2019)

 „Entwicklungsländer sind ein 12 Billionen Dollar Markt“

Die Weltbank will mehr private Investitionen in der Entwicklungshilfe. Doch es drohen nicht die Armen dieser Welt zu profitieren. Stattdessen wird der Weg für die Öffnung der Finanzmärkte der Entwicklungs- und Schwellenländer bereitet.

Anfang 2016 hat sich die Staatengemeinschaft 17 umfassende Entwicklungsziele gegeben. Sie will Armut reduzieren, Bildungs- und Gesundheitssysteme verbessern und den Klimawandel stoppen. Auch die Weltbank hat sich als größte Entwicklungsbank diesen Zielen verpflichtet.

Drei Jahre später, Anfang 2019 ist ihr Präsident überraschend zurückgetreten. Der US-Amerikaner Jim Yong Kim wechselt drei Jahre vor Ablauf seiner Amtszeit zum Investmentfonds Global Infrastructure Partners (GIP). GIP investiert sowohl Eigen- als auch Fremdkapital in die Infrastruktur von Industrie- und Entwicklungsländern.

Kims Wechsel hat ein Geschmäckle. Während seiner Präsidentschaft trieb die Weltbank Pläne voran, private Investoren in die Finanzierung der 17 Entwicklungsziele einzubeziehen. Laut Weltbank reichen weder die Staatsbudgets noch traditionelle Entwicklungshilfegelder zur Erreichung der Ziele aus. Durch die Einbeziehung von Pensionsfonds, Staatsfonds und Versicherungsgesellschaften sollen die staatlichen Gelder „von Milliarden in Billionen“ „gehebelt“ werden. Kims neuer Arbeitgeber wird davon profitieren. Neue Märkte winken.

In einem Werbevideo zu diesem Ansatz erklärt die Weltbank: „Entwicklungsländer sind eine 12 Billionen Dollar Marktchance. Es gibt Chancen in den Bereichen Transport, [...]

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