Europawahl 2019 | 23.05.2019

Man muss es halt erklären!

Die große Krise unserer Zeit ist eigentlich nur ein Kommunikationsproblem. Helfen gegen Spalter und Populisten würde einfach die richtige PR-Strategie. Ernsthaft!

Was sind die großen Herausforderungen unserer Zeit? Ist es das seit Jahren mäßige Wirtschaftswachstum in der Eurozone? Hohe Jungendarbeitslosigkeit im Süden Europas? Eine gespaltene Gesellschaft? Eine krasse Ungleichheit wie zuletzt in den 1920er Jahren nicht mehr? Eine Migrationskrise? Eine Repräsentationskrise samt Glaubwürdigkeitsverlust der politischen und medialen Funktionseliten?

Weit gefehlt! Wir haben schlicht ein Kommunikationsproblem. Gut, ein Klimaproblem ließe sich vielleicht gerade so noch attestieren – Greta Thunberg und Fridays for Future sei Dank. Ansonsten gilt, „Deutschland geht es gut“, „Europa ist die Antwort“ und „wir schaffen das“. Wer das nicht so recht glauben will, trägt selbst daran schuld. Und steht schon mit einem Bein in der Falle der Populisten, die für Probleme, die es ja nicht gibt, „einfache Antworten“ haben.

Weil also alles gut ist und stetig besser wird, ist populäre Politik, pardon, Populismus, einfach zu viel des Guten. Emmanuel Macron etwa hatte dieses Kommunikationsproblem Ende April in einer Ansprache vor Journalisten und Kabinettsmitgliedern so rübergebracht: Alles, was er in den vergangenen zwei Jahren gemacht hat, sei – ungeachtet monatelanger Gelbwestenproteste – gut. [...]

Nichts schreibt sich von allein!

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