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Kommentar | 13.05.2019 (editiert am 14.05.2019)

Mit der Buba gegen den Populismus kämpfen?

Die Bundesbank bezeichnet Vertreter der These, Targetsalden seien ein Risiko für Deutschland, als Populisten, die Fake News verbreiten. Zeit also, der Buba beim Aufbau eines Bollwerks gegen Populisten zur Seite zu stehen?

Es gibt immer einen Zeitpunkt, zu dem man einmal eingenommene Positionen ernsthaft überdenken sollte. So war ich bislang der festen Überzeugung, dass die Begriffe „Populismus“ und „Fake News“ lediglich dazu dienen, politische Gegner als sinistre Bösewichte zu diskreditieren und generell Argumente, die den eigenen stark affektiv aufgeladenen Überzeugungen widersprechen, in das Jenseits der Grenze des Sagbaren zu verbannen und so aus dem öffentlichen Diskurs auszuschließen.

Nicht nur sah ich bislang keinen Anlass, meine Position zu revidieren. Sondern ganz im Gegenteil bestärkte mich in meiner Meinung sowohl die Lektüre einer Flut von Veröffentlichungen, die unablässig von den Gefahren des (Rechts)-Populismus schwadronieren, als auch die Verlautbarungen unserer politischen Kaste und ihrer medialen Sprachrohre, die die Europawahl als einen Kampf der wohlmeinenden Freunde der weltoffenen Gesellschaft gegen die rückwärts gewandten und hasserfüllten Nationalisten inszenieren.

Nach der Lektüre einer Rede von Prof. Dr. Joachim Wuermeling, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank, bin ich nun aber doch ins Grübeln geraten.

Der Anlass zu Selbstreflexion

Seine am Duden sich anlehnende Interpretation des Begriffs des „Populismus“ [...]

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