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Digitalisierung | 18.06.2019

5G-Getöse mit reichlich hohlem Klang

Das Verfahren erweckt den Eindruck, dass man in der Regierung doch nicht so richtig an die Devise »die Privaten können alles besser« glaubt und jetzt noch schnell die Mittel abgreift, um die durch sie gerissen Löcher zu stopfen.

»Ungleichzeitigkeit« — mit diesem Begriff versuchte Ernst Bloch einst zu fassen, was er als Zurückgebliebenheit breiter Schichten im Deutschland der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wahrgenommen und als Erklärung für den Erfolg des Faschismus in Ansatz gebracht hatte. [1] Ein Begriff der letztlich die Konvergenz aller gesellschaftlichen Entwicklung in einem einzigen, einheitlichen Modernisierungsstrom unterstellt.

Eine vergleichbare Unterstellung erfreut sich auch im Bereich der technischen Entwicklung großer Beliebtheit: es müsse letzten Endes die eine beste Lösung und die entsprechende »best practice« geben, die es dann nur noch breit auszurollen gelte. Ungleichzeitigkeiten können da nicht ausbleiben.

Im Mobilfunkbereich heißt diese beste Lösung gerade 5G für den neuesten Standard der mobilen Kommunikation. Sie soll das Land in eine brillante technologische Zukunft katapultieren, für die zahlreiche, wild zirkulierende, Phrasen stehen: »Internet der Dinge«, »Echtzeitanwendungen«, »autonomes Fahren«, »virtuelle Realität«, … Während mit der soeben abgeschlossenen Auktion der ersten Frequenzen für 5G ein Meilenstein für die Implementation des neuen Standards erreicht ist, [...]

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