Aufgelesen | 11.06.2019 (editiert am 12.06.2019)

Das Elend der kritischen Sozialwissenschaft

Stephan Lessenich hat das von Heiner Flassbeck und mir geschriebene Buch „Gescheiterte Globalisierung“ gelesen und sich dabei ganz furchtbar geärgert. Er wundert sich selbst, was es genau war, das sein Blut so in Wallung gebracht hat – und wir wundern uns mit ihm mit.

Stephan Lessenich ist ein renommierter Soziologe und Inhaber eines Lehrstuhls an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er hat vor einiger Zeit das von Heiner Flassbeck und mir geschriebene Buch „Gescheiterte Globalisierung“ gelesen und an seinen Leseerfahrungen eine breitere Öffentlichkeit mit einem Beitrag für Soziopolis teilhaben lassen.

Schon der Titel seines Beitrags – „Das Elend der Nationalökonomie“ – macht deutlich, dass ihn unsere Ausführungen nicht überzeugen konnten. Hat also Lessenich schlicht eine kritische Rezension über unser Buch verfasst?

Der Begriff der „Rezension“ scheint mir sein Stück nicht angemessen zu charakterisieren. Selbst von einem „Verriss“ zu sprechen, träfe die Sache nicht wirklich, wie in diesem Artikel ausführlich zu zeigen sein wird.

Ein Buch das niemand braucht

Er hat jedenfalls, so lässt er seine Leser unmissverständlich wissen, ein Buch gelesen, das niemand – aber auch wirklich niemand! – braucht. Daher bleibe eigentlich nur eine Frage zu klären:

Warum verlegt Suhrkamp ein solches Buch?“

Am Inhalt des Buches, [...]

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