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Konjunktur | 12.06.2019

Die deutsche und europäische Konjunktur im zweiten Quartal 2019 – 1

Die Rezession, die Deutschland schon vor einem Jahr erfasst hat, setzte sich auch im April fort. Die völlige Ahnungslosigkeit der deutschen und europäischen Politik (und der Statistikämter) hinsichtlich der Gefahren einer solchen Entwicklung ist erschreckend.

Im April ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland gegenüber März um 60 000 in saisonbereinigter Rechnung gestiegen. Das ist ein Alarmsignal ersten Ranges. Die gewaltige Dimension dieses Anstiegs hat zwar mit einer Umstellung der Statistik zu tun, aber selbst die Bundesagentur gibt zu, dass auch in dem Bereich (dem sogenannten Berichtskreis III), der nicht von der Umstellung betroffen ist, die Arbeitslosigkeit in der Größenordnung von 20 000 Personen gestiegen ist (hier zu finden, S. 11).

Da auch die Zahl der offenen Stellen seit dem vergangenen Sommer stagniert und zuletzt sogar gesunken ist, ist es eindeutig, dass die starke Rezession in der Industrie nun den Arbeitsmarkt voll erfasst hat. Alles Gerede von einem „robusten“ Arbeitsmarkt, der seinerseits die Konjunktur stabilisiere, erweist sich als haltloses Gerede.

Die Nachfrage in der Industrie ist im April ganz leicht gestiegen, weil die Auslandsnachfrage noch einmal zugelegt hat, nachdem sie im März schon deutlich gestiegen war (Abbildung 1). Die Inlandsnachfrage ist dagegen trotz des starken Rückgangs im Vormonat erneut gesunken. [...]

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