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Finanzsystem | 19.06.2019

Die Finanzialisierung der Rohstoffmärkte

Wer glaubt, Rohstoffmärkte seien Märkte, auf denen Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen, der irrt. Im Zeitalter dominanter Finanzmärkte gelten diese einfachen Zusammenhänge nicht mehr.

Zusammen mit Ruslan Kharlamow hat Heiner Flassbeck einen Artikel zur Finanzialisierung der Rohstoffmärkte in Englisch geschrieben. Die Autoren zeigen darin, wie sehr in den vergangenen Jahren die Finanzmärkte die Herrschaft über die Rohstoffmärkte übernommen haben. Einige Rohstoffmärkte, wie z.B. der Markt für Rohöl, sind so stark von den rein spekulativ interessierten Finanzmärkten beeinflusst, dass von einer „normalen“ Preisfindung auf diesen Märkten nicht mehr die Rede sein kann. Das ist, angesichts der Bedeutung von Öl im Zusammenhang mit der Klimafrage, eine ganz besondere Paradoxie.

Eine kurze Version des Papiers wurde vergangene Woche im Rohstoffblog der Financial Times veröffentlicht. Die lange Version kann man hier einsehen.

Ein längerer deutscher Artikel zu dem Thema wurde auf Makroskop schon 2014 veröffentlicht (hier zu finden).Darin wurden die relevanten Zusammenhänge, die mit dem Papier von Kharlamow und Flassbeck empirisch getestet wurden,  wie folgt erklärt:

An den Rohstoffmärkten gibt es genau wie an den Devisenmärkten im Grunde drei Variablen, mit deren Hilfe man Geld verdienen kann. [...]

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