Spieckers Corner | 11.06.2019 (editiert am 12.06.2019)

Im Durchschnitt läuft es scheinbar gut

Die neuesten europäischen Arbeitslosenzahlen im Euroraum werden als die niedrigste Quote seit August 2008 gefeiert. Doch löst man sich von der Durchschnittsbetrachtung, tritt der Sprengstoff der Zahlen zu Tage.

Sie kennen sicher den Statistiker-Witz: Wer die Hände auf die heiße Herdplatte legt und mit den Füßen im Eiswasser steht, der befindet sich hinsichtlich der Temperatur in einer Wohlfühlzone, jedenfalls im Durchschnitt.

So ähnlich ist es mit den aktuellen Zahlen zum europäischen Arbeitsmarkt für April 2019, die Eurostat gerade veröffentlicht hat. Die Arbeitslosenquote im Euroraum ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat noch einmal um einen Zehntelprozentpunkt auf 7,6% zurückgegangen: „Das ist die niedrigste Quote, die seit August 2008 im Euroraum verzeichnet wurde.“, schreibt das Amt in seiner Pressemitteilung. Und die Quote in der EU liegt noch tiefer, nämlich bei 6,4%.

Weiter heißt es: „Von den Mitgliedstaaten verzeichneten Tschechien (2,1%), Deutschland (3,2%) und die Niederlande (3,3%) im April 2019 die niedrigsten Arbeitslosenquoten. Die höchsten Quoten registrierten Griechenland (18,5% im Februar 2019), Spanien (13,8%) und Italien (10,2%). Über ein Jahr betrachtet fiel die Arbeitslosenquote im April 2019 in allen Mitgliedstaaten mit Ausnahme von Luxemburg und Polen, wo sie unverändert blieb, während ein Anstieg in Dänemark (von 5,2% auf 5,3%) verzeichnet wurde. [...]

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