Bild: Bankenverband - Bundesverband deutscher Banken - flickr.com, CC BY-ND 2.0
Bundesbank in der Ära der D-Mark | 04.06.2019 (editiert am 07.06.2019)

Währungshüterin oder Hüterin von Währungsmythen?

Die Bundesbank hat in Deutschland eine ganz ungewöhnliche Stellung. Hinter dieser Sonderposition stehen Deutschlands spezielle Währungs- und Wirtschaftsgeschichte sowie Mythen, wie sie von der Bundesbank immer gehegt und gepflegt worden sind.

Dieser Beitrag über die Deutsche Bundesbank knüpft an die Serie früherer Beiträge zur Entwicklung von Zentralbankgewinnen im Zuge der unkonventionellen Geldpolitik der letzten zehn Jahre an.[1] Die EZB setzte erst ungewöhnlich spät das Mittel der „quantitativen Lockerung“ (QE) ein, rund fünf Jahre später als die US Federal Reserve.

Letztere schätzte sofort zum Höhepunkt der globalen Finanzkrise in Winter 2008/9 die akuten Deflationsgefahren korrekt als so gravierend ein, dass sie es nicht allein bei einer Senkung ihres Leitzinses auf null belassen wollte. Die Federal Reserve half damit nicht nur, die US Wirtschaft zu stabilisieren und die Binnennachfrage anzuregen. Sie erzielte durch ihre unkonventionelle Geldpolitik ähnlich wie die Bank of England auch außergewöhnlich hohe Geldschöpfungsgewinne („Seigniorage“).[2]

Dass es bei der EZB so viele Jahre länger brauchte, bis diese Einsicht endlich durchsickerte und entsprechende Handlungen folgten, lag einerseits an der im Vergleich zum US-Dollar politisch komplexeren Gestaltung der europäischen Einheitswährung und andererseits am Wirken und Treiben der Deutschen Bundesbank und ihres Präsidenten Jens Weidmann. [...]

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