Wie wärs mal mit „linken Realismus“?

Das Politikangebot der dänischen Sozialdemokratin Mette Frederiksen ist in Europa ein Novum. Und eine Absage an die postmoderne Linke mit ihrer Open-Border-Ideologie. Provokation und Chance zugleich.

Die Sozialdemokratie hat es wirklich nicht leicht. Was sie auch macht – entweder verliert sie, und droht europaweit in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden, oder findet in die Erfolgspur und wird prompt als „populistisch“ verschrien. Oder es ist – wie in Dänemark, wo die Socialdemokraterne nun sogar den Wahlsieg davongetragen hat – nicht weniger als eine „Niederlage für die Menschlichkeit“.

So moralinsauer zumindest die Süddeutsche Zeitung in Reaktion auf die Ereignisse in Dänemark, wobei man dann im Eingeständnis, weit über das Ziel geschossen zu haben, eilig zu „Wenn Linke rechts werden“ umtitulierte. Wenngleich auch das dem Sachverhalt wenig dienlich ist.

Was ist passiert? Auf den ersten Blick eigentlich nichts Besonderes. Eine sozialdemokratische Partei hat mit einer Programmatik, die vor wenigen Jahren noch zum Commonsense der Volksparteien gehörte, in einem europäischen Land Wahlen gewonnen. Ja, solche Zeiten gab es einmal. Eine erfolgreiche Sozialdemokratie, die wirtschaftspolitisch links tickt, aber in der Migrations- und Integrationspolitik Positionen vertritt, die heute – und das ist auf dem zweiten Blick das Besondere – [...]

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