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Handelskrieg | 08.07.2019 (editiert am 12.07.2019)

Das Bogey der Währungsmanipulation

Die Exporterfolge einiger Entwicklungsländer basierten auf künstlich „unterbewerteten“ Währungen, so Vorwürfe, die auch von der Trump-Administration kommen. Was ist dran an diesen Anschuldigungen?

In den letzten zehn Jahren ist das Gerede von „Währungsmanipulation“ zu einem häufigen Thema in den Diskussionen über den internationalen Handel geworden. Ein Großteil davon ist auf die aggressive Haltung der US-Regierung zu den bilateralen Handelsdefiziten der USA und die damit verbundene Tendenz zurückzuführen, diese Defizite auf die „Währungsmanipulation“ anderer Regierungen zu schieben. Dies hat zu der wachsenden Auffassung geführt, dass die Exporterfolge einiger Entwicklungsländer auf systematisch „unterbewerteten“ Währungen basiere.

Es gibt viele Gründe, diese einfache Annahme in Frage zu stellen. Aber egal, wie wenig zutreffend solche Argumente in der Vergangenheit auch gewesen sein mögen, ist es im laufenden Jahrzehnt seit 2010 in keiner Weise mehr haltbar. Betrachten wir China, das Land, gegen das der Zorn der Trump-Administration ganz besonders gerichtet ist. Während der andauernde Handelskrieg zwischen den USA und China viele Wurzeln hat (vor allem die Besorgnis der USA über Chinas wachsende technologische Leistungsfähigkeit), war der anhaltende Handelsüberschuss, den China mit den USA erzielt, ein quälender Kritikpunkt.

Aber wieviel davon ist tatsächlich darauf zurückzuführen, dass Chinas Währung künstlich unterbewertet ist? [...]

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