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The big read | 22.07.2019

Das große Paradox: Der Liberalismus zerstört die Marktwirtschaft – 3

Der Kapitalismus wird von den Liberalen als Erfolgsgeschichte gefeiert. Doch die Erfolge zeigen sich nur noch in den USA – und dort aus Gründen, die mit der Ideologie der Liberalen nicht vereinbar sind.

Im zweiten Teil hatte ich schon darauf hingewiesen, dass die neoliberale Revolution nach 1980 in Deutschland keineswegs eine Erfolgsgeschichte war. Die Wachstumsrate des realen BIP ist durchgängig rückläufig gewesen (Abbildung 1), ein Ergebnis, das noch viel stärker ausgeprägt gewesen wäre, hätten nicht die gewaltigen, vom Staat initiierten Nachfrageeffekte der deutschen Vereinigung für einige Jahre sehr hohe Wachstumsraten mit sich gebracht.

Abbildung 1

Nach dem Beginn der Europäischen Währungsunion waren es dann die positiven Effekte des deutschen Lohndumpings, die eine noch stärkere Abschwächung der Zunahme der Wirtschaftsleistung verhinderten.

In Frankreich gab es diese beiden positiven Effekte nicht und folglich war die Abschwächung wesentlich stärker. Nach der Großen Rezession von 2008/2009 hat sich die Wirtschaft nicht mehr wirklich erholt und die Arbeitslosigkeit blieb hoch.

Abbildung 2

Schwache Investitionsdynamik

Die Investitionsquote (gesamte Bruttoanlageinvestitionen) ist in Frankreich von 2008 bis 2014 gefallen (Abbildung 3) und hat sich seitdem nur wenig erholt. [...]

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