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Demokratie und Staat | 19.07.2019

Unser aller Feind der Staat

Neoliberale und postmoderne Linke treibt heute ein Gedanke an: Die Dekonstruktion des Staates und seiner regulativen Macht. Wie konnten aus Gegnern Verbündete werden?

[I]m Bereich der Gesellschaft wird der falsche Glaube, dass die Ausübung einer gewissen Macht vorteilhafte Folgen haben würde, dazu führen, dass einer Behörde eine neue Macht übertragen wird, auf andere Menschen Zwang auszuüben. Wenn auch eine solche Macht nicht an und für sich schlecht ist, neigt doch ihre Ausübung dazu, das Wirken jener spontanen Ordnungskräfte zu behindern, durch die der Mensch, ohne sie zu verstehen, in der Verfolgung seiner Ziele so weitgehend unterstützt wird.“ – Friedrich von Hayek[1]

„Der postmoderne Lebensraum ist aus zwei eng zusammenhängenden Gründen ein komplexes (und kein mechanisches) System. Erstens gibt es keine »zielsetzende« Agentur, die mit der Fähigkeit oder dem Ehrgeiz ausgestattet ist, umfassend zu steuern und zu koordinieren […] Zweitens wird der Lebensraum durch eine große Zahl gesellschaftlicher Subjekte bevölkert, von denen die meisten nur einen Zweck haben, manche einen umfassenderen, andere einen weniger umfassenden, aber keine einen, der umfassend genug wäre, das Verhalten der anderen einzubeziehen oder zu bestimmen.“ – Zygmunt Bauman[2]

Würde man bei beiden Zitaten einmal auf die Nennung des Autors verzichten, [...]

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