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Globale Ungleichgewichte | 29.07.2019 (editiert am 06.08.2019)

Warten auf die nächste Krise

Der IWF hat die Entwicklung globaler Ungleichgewichte analysiert. Doch trotz der Probleme, die mit ihnen einhergehen – Anzeichen dafür, dass sich die Situation nachhaltig verbessert, gibt es nicht.

Die Probleme, die mit Leistungsbilanzungleichgewichten einhergehen, sind bekannt: Leistungsbilanzdefizite bedeuten im Endeffekt eine Verschuldung im Ausland, -überschüsse entsprechend einen Aufbau von Forderungen gegenüber dem Ausland. Des Weiteren führen Leistungsbilanzdefizite langfristig zur Deindustrialisierung und zum Verlust von Arbeitsplätzen. Das gilt vor allem für solche, die persistent und auf eine Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit zurückzuführen sind.

Wenn sich an der Problematik nichts ändert, sich also die Flussgrößen (flows) über längere Zeit nicht substantiell verändern, vergrößern sich die Vermögens- und Verschuldungsbestände (stocks). Fährt ein Land lange Zeit exzessive Leistungsbilanzüberschüsse gegenüber dem Rest der Welt ein, so wie Deutschland, reicht es deshalb nicht, wenn sich das Ausmaß der Überschüsse nur ein wenig verringert. Der Aufbau von Forderungen (beziehungsweise die Verschuldung des Auslands) setzt sich weiter fort.

Der IWF veröffentlichte in diesem Zusammenhang ein interessantes Papier im Rahmen des G20 Gipfels in Japan, in dem sich der Fond mit der Entwicklung der globalen Ungleichgewichte seit der Krise auseinandersetzt.

Historisch gesehen bleiben die Ungleichgewichte hoch

Auf drei Punkte des Reports ist es wert einzugehen. [...]

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