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Fed gibt klein bei | 05.07.2019

Zurück in die Zukunft des billigen Geldes

Noch feiern die Aktienmärkte wie im Rausch. Der Ausblick aber ist trübe. Wir bewegen uns bei unveränderter Wirtschaftspolitik zur Maximierung des sinnlosen Reichtums der Reichen zurück in die Zukunft des immer billigeren Geldes.

Der geldpolitische Auftrag der Fed gilt für Amerika. Aber die Wirkung ihrer Geldpolitik betrifft die Weltwirtschaft. Und so schaut man gebannt zu den Tagungen des geldpolitischen Entscheidungsgremiums der US Federal Reserve, das Federal Open Market Committee (FOMC). Auf seiner letzten Tagung Mitte Juni hatte das FOMC den US-Leitzins zwar unverändert gelassen, aber eine kritische geldpolitische Wende stellte diese Entscheidung dennoch dar.

Denn Fed-Gouverneur Jay Powells machte auf der Presseerklärung zu den Tagungsbeschlüssen deutlich, dass die Federal Reserve ihren Leitzins mit hoher Wahrscheinlichkeit noch in diesem Jahr senken wird. Begründung: erhöhte Unsicherheiten und gestiegene Risiken zur weiteren Konjunkturentwicklung. Eine Rückkehr in die Zukunft des immer billigeren Geldes zeichnet sich ab.

Die Federal Reserve kam mit ihrem Kurswechsel den an den Finanzmärkten gehegten Hoffnungen und Erwartungen zur angemessenen Geldpolitik überraschend weit entgegen. Zinsen, Rohstoffpreise, Aktien- und Wechselkurse reagierten prompt und kräftig auf den neuen Kurs der Fed. Weltweit. Andere Zentralbanken, nicht zuletzt die Europäische Zentralbank (EZB), müssen sich den neuen Gegebenheiten anpassen.

Es kam also wieder einmal alles ganz anders als man es noch am Jahresanfang geglaubt hatte. [...]

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