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Klima | 20.08.2019 (editiert am 19.09.2019)

Das große CO₂-Puzzle

Der Klimawandel hat in den letzten Monaten enormen Aufmerksamkeitsschub erhalten. Zweifel sind jedoch daran erlaubt, ob uns dieser einer rationalen Lösung näher brächte.

Schon die Schülerproteste, die wesentlich zur gestiegenen Aufmerksamkeit für das Klimaproblem beitrugen, bewegten sich vor allem auf der Ebene des undifferenzierten, moralischen Appells an die Erwachsenen. Entsprechend hoben sich die Antworten, die von diesen und vor allem von deren im Lichte der Öffentlichkeit stehenden Vertretern kamen, kaum davon ab. Zu allem Überfluss diskutiert man jetzt auch noch darüber, eine CO₂-Steuer einzuführen.

Damit ist bereits eine Schlüsselfrage jeglicher politischen Lösung vorentschieden, bevor sie überhaupt gestellt wurde. Nämlich die, wessen Handeln auf welchen Gebieten und in welcher Form gefordert ist, um ein Problem zu bearbeiten. Darauf wird zurückzukommen sein.

Die Reaktionsweise der überwältigenden Mehrheit in Politik und Medien entspricht einem hergebrachten Muster: man erlasse ein Gesetz, das die Bürger dazu anhalten soll, CO₂-Emissionen einzusparen, indem es diese mit zusätzlichen Kosten versieht. So ähnlich, wie die Zuzahlung bei ärztlichen Verordnungen die Bürger dazu anhalten soll, das medizinische Versorgungssystem verantwortungsbewusster in Anspruch zu nehmen.

Beide Maßnahmen sind zwar ineffektiv oder sogar kontraproduktiv und vertiefen tendenziell die gesellschaftliche Spaltung. Doch verschaffen sie denen, die sie vorschlagen beziehungsweise erlassen, [...]

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