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Klima | 27.08.2019 (editiert am 19.09.2019)

Nicht das dringlichste Problem

Wissenschaft ist keine Veranstaltung, in der die Ideale der unbestechlichen Wahrheitsfindung bruchlos wirksam wären. Auch die Klimaaktivisten von Fridays for Future müssen das noch lernen.

Bei aller Prominenz und Dringlichkeit des Klimaproblems – es ist nicht das einzige und vielleicht nicht einmal das dringlichste Problem, mit dem die Menschheit heute konfrontiert ist. Das Naturverhältnis der menschlichen Gesellschaft gerät heute in vieler Hinsicht unter zunehmenden Stress und erscheint deshalb in vielfacher Weise fragil: durch schrumpfende Biodiversität, fortschreitende Waldzerstörung, Verlust von fruchtbaren Böden und Wasserressourcen, die unkontrollierte Ausdehnung der Siedlungsflächen und die ebenso wenig kontrollierte Freisetzung von Umweltgiften, um nur die wichtigsten zu nennen.

All diese Faktoren stehen untereinander und mit dem Klimawandel in Wechselwirkung, werden durch ihn teilweise verschärft und verschärfen ihn oft auch, wie dies zum Beispiel die Waldzerstörung tut. Der größte Feind der Biodiversität ist immer noch die industrialisierte Landwirtschaft, die allerdings auch zu den großen Emittenten von klimawirksamen Gasen gehört.

Die allergrößte Gefahr, der gegenüber weithin die denkbar größte Blindheit herrscht, ist sicher die eines Krieges, der bis zum Atomkrieg eskalieren könnte — eine Blindheit, die auch eine sich als kritische verstehende Intelligenzija größtenteils mit den konformistischen Rebellen der neuen Jugendbewegung Fridays for Future teilt. [...]

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