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Länder | 19.08.2019 (editiert am 23.08.2019)

Weine jetzt, Argentinien

Argentinien steht erneut vor einem Machtwechsel. Ob sich die Lage allerdings verbessert, wenn erneut die Peronisten gewinnen, ist mehr als fraglich.

Mauricio Macri ist seit Dezember 2015 der Präsident von Argentinien. Der Konservative hatte versprochen, das Land endlich aus den Fängen der Quasi-Sozialisten vom Schlage der Christina Kirchner zu befreien und in eine neue helle Zukunft zu führen. Eine seiner ersten Taten war die Einigung mit den sogenannten Geierfonds (siehe den Beitrag hier), die niemals dem argentinischen Schuldenschnitt bei Dollaranleihen zugestimmt hatten (hier ein Stück aus dem Jahr 2003, in dem ich den Weg Argentiniens in die Krise von 2002 beschrieben habe).

Auch einigte sich Argentinien mit dem IWF – der lange Jahre als der unmittelbare Vertreter des Teufels in Lateinamerika galt – auf ein riesiges „Hilfsprogramm“, das natürlich mit Auflagen verbunden war. Die spielten jedoch seinem eigenen Wirtschaftsprogramm, das aus Austerität und monetärer „Solidität“ bestehen sollte, in die Hände. Das Ergebnis war die schlechteste wirtschaftliche Entwicklung, die man sich nur denken kann: Das Land findet keinen Weg aus einer extrem tiefen Rezession, die Inflationsrate ist auf fast 50 Prozent gestiegen (mit enormen Konsequenzen für die Kaufkraft der Bevölkerung) und die kurzfristigen Zinssätze liegen bei 60 Prozent. [...]

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