istock.com/fotodrobik
Klimadebatte | 20.09.2019 (editiert am 26.09.2019)

Alternativen zur CO₂-Steuer

Der Glaube, CO₂-Emissionen durch Besteuerung vermindern zu können, geht fehl. Stellt schon die Eingrenzung der ökologischen Problematik auf die Klimaerwärmung einen fatalen Irrtum dar, so trifft dies auf die CO₂-Steuer verschärft zu.

Die Anpassung an die Herausforderungen des Klimawandels fällt den Industrieländern unerhört schwer. Das liegt an einer Politik, die nicht nur wesentliche Entscheidungen, die den menschlichen Stoffwechsel mit der Natur betreffen, profitorientierten einzelwirtschaftlichen Akteuren überlässt, sondern deren Vorgaben auch vorbehaltlos folgt. Die Konsequenzen werden höchstens nachsorgend bearbeitet.

Das Ergebnis sind Siedlungsstrukturen und ein damit eng zusammenhängendes Verkehrssystem, die inhärent verschwenderisch und destruktiv sind. Die ausufernden Einzelhaussiedlungen stellen schon durch ihre Geometrie nicht nur eine unsägliche Verschwendung von Baumaterial und Heizenergie dar, sondern erschweren auch die Erschließung durch einen effizienten öffentlichen Verkehr.

Der Rückbau des öffentlichen Verkehrs zugunsten eines überbordenden Individualverkehrs zieht eine weitere Verschwendung von Baumaterial nach sich. Und er lässt die Städte an Blechlawinen, Lärm, Abgasen und Feinstaub ersticken. Dazu kommt eine fortschreitende Polarisierung der Siedlungsstruktur, die zunehmend überlastete Metropolenräume ebenso schafft wie ausgedünnte Regionen mit zerfallender sozialer Infrastruktur. Dies erzeugt nochmals mehr Verkehr. Es belastet geringe Einkommen mit exorbitant steigenden Mieten im Zentrum. In der Peripherie wächst der Aufwand für Fahrten, [...]

Nichts schreibt sich von allein!

Nur für Abonnenten

MAKROSKOP ist das Magazin einer Neuen Monetären Ökonomik und damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren – Quer- und Weitdenkern –, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Denkbaren aus. Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume.

Das verschafft uns nicht nur Freunde.

Wenn Sie uns gerade deswegen unterstützen möchten, dann folgen Sie einfach dem Button. Alle Abonnements beginnen ganz unverbindlich und sofort kündbar mit einer zweiwöchigen Testphase.

Testen Sie Makroskop

Anmelden