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e-Dilemma | 11.09.2019 (editiert am 13.09.2019)

Automobilindustrie in der Sackgasse

Die Automobilindustrie hat keinen Grund mehr zum Feiern: in ihrer heutigen Ausrichtung und Größe wird sie keine Funktion mehr haben. Deutschland befindet sich mit seiner Export- und Automobil-lastigen Struktur in einer Sackgasse.

Wie alle zwei Jahre feiert die Automobilindustrie in Frankfurt dieser Tage, was man als ihr Pontifikalamt bezeichnen könnte: die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) für PKW. Dabei sind die Umstände des aktuellen Ereignisses wenig geeignet, eine gehobene Stimmung aufkommen zu lassen. Letzteres nicht allein, weil die Zahl der Aussteller einen scharfen Rückgang erfuhr und auch viele, die noch dabei sind, ihren Auftritt deutlich verkleinern: zur Depression neigt inzwischen nicht nur das moralische Bild der Branche, sondern auch ihre Absatzstatistik; wobei beides verschärft für ihren deutschen Zweig gilt.

Reale und scheinbare Krisenursachen

An Pseudoerklärungen für den – längst nicht nur die Automobilindustrie betreffenden – Einbruch fehlt es nicht: der gebetsmühlenhaft vorgetragenen Verweise auf Brexit, Trump & China ist man schon etwas überdrüssig. Vor allem verdecken sie die immer offenkundiger werdende Tatsache, dass das lauter werdende Knirschen im Getriebe der deutschen Exportmaschine weniger Anzeichen für die Umtriebe irgendwelcher bösen Buben, sondern vielmehr für die Fehlkonstruktion des Modells sind.

Das Erstaunen, wenn nicht gar die Entrüstung, [...]

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