Wohnungsmarkt | 23.09.2019 (editiert am 29.09.2019)

Bauen, bauen, bauen?

Die Lösung des Miet- und Wohnungsproblems besteht nicht in Wohnungsbaupolitik, sondern in effektiver Regionalpolitik. Eine Replik.

Wohnungsmangel und explodierende Mieten sind derzeit zentrale politische Themen. Demonstrationen und Initiativen gegen die Wohnungsnot hatten in den vergangenen Monaten Hochkonjunktur. Im Mittelpunkt, auch in einigen MAKROSKOP-Beiträgen, steht dabei letztlich immer die Forderung nach „mehr bauen“, „schneller bauen“, „genossenschaftlich bauen“, „sozial bauen.“

Ein genauerer Blick auf das Thema wirft allerdings die Frage auf, ob dieser „Wohnungskampf“ wirklich zielführend ist – oder ob er nicht vielmehr Gefahr läuft, lediglich an Symptomen herum zu kurieren.

Wohnungsnot oder Leerstand?

In Deutschland fehlen mehr als eine Million Wohnungen – in den Boom-Zentren. Und gleichzeitig stehen fast zwei Millionen Wohnungen leer – vorwiegend in den ökonomisch schwächeren Regionen und Städten. Das Wohnungsproblem resultiert also offensichtlich aus der wachsenden Divergenz der Regionen, aus dem Auseinanderfallen Deutschlands (und Europas) in Boom-Regionen und in ökonomisch abgehängte Abwanderungs-Regionen.

Daraus wiederum resultiert die Tatsache, dass pro Jahr mehr als 20.000 Menschen zusätzlich in eine Stadt wie München ziehen. Ähnliche Zahlen gibt es inzwischen für Berlin. Auch Frankfurt und Stuttgart verzeichnen dramatische Zuwächse.

Da man diesen Zuzug in die Metropolen auch für die kommenden Jahre zugrunde legen muss, [...]

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