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Klima | 06.09.2019 (editiert am 19.09.2019)

Ertränkt zuerst die schwarze Null in der Lethe

Bei aller Begeisterung für eine CO₂-Abgabe wird übersehen, dass sie einer Reihe von Dilemmata ausgesetzt ist. Dabei gibt es auch alternative Methoden der Verhaltensbeeinflussung.

Allein dadurch, dass der Staat eine Abgabe wie die CO₂-Steuer erhebt, ändert sich nichts an der Gefahr, die aus einer weiter ansteigenden CO₂-Konzentration in der Atmosphäre resultiert. Auch irgendwelche Kompensationsmaßnahmen, die man mit solch einer Steuer finanzieren könnte, würden den Sachverhalt, der den Schäden zugrunde liegt, nicht aus der Welt schaffen.

Die primäre Zielsetzung muss darin bestehen, den Schaden erst gar nicht entstehen zu lassen. Die nächstliegende darin, so er doch eintritt, ihn vielleicht zu heilen. Und die allerletzte darin, ihn monetär zu entschädigen. Besonders irre wäre die typisch ›deutsche Lösung‹, analog zur kapitalgedeckten Rente das Geld irgendwie zu ›sparen‹, um es dann später zur Begleichung der Schäden bereit zu haben.

Wobei sich dann auch noch die Frage stellen würde, wie man denn die durch menschliche CO₂-Emissionen verursachten Schäden erkennen und von solchen, die auf natürliche Ursachen zurückgehen, unterscheiden könnte. In der Realität wirken beide Arten von Faktoren in unauflöslicher Weise zusammen.

Auch die Idee von Kompensation, wie die für Flüge auf freiwilliger Basis wahrnehmbare Möglichkeit, einen Beitrag zur Aufforstung oder zu alternativen Energieprojekten zu leisten, [...]

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