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Europa | 13.09.2019 (editiert am 20.09.2019)

Wie man Europa und die Demokratie zerstört

Kompetente internationale Funktionäre wollen wir nicht. Sie könnten ja die Kreise stören, die von der nationalen Politik um die dumm gehaltenen Wähler gezogen werden.

Man stelle sich folgendes Szenario vor: Im Laufe des nächsten Jahres verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage in Europa dramatisch und ein Treffen der wichtigsten Persönlichkeiten, die in Europa in Sachen Wirtschaftspolitik Verantwortung tragen, wird erforderlich. Es treffen sich dann Ursula von der Leyen, Medizinerin und Präsidentin der EU-Kommission, Christine Lagarde, Juristin und Präsidentin der EZB sowie Paolo Gentiloni, Politikwissenschaftler, Außenpolitiker und EU-Kommissar für Wirtschaft und Finanzen. Womöglich kommt mit Kristalina Georgieva noch die von Europa vorgeschlagene neue Chefin des IWF dazu, die ebenfalls noch nie zu erkennen gegeben hat, dass sie etwas von Volkswirtschaft versteht.

Was wollen die vier miteinander besprechen? Außer auf small talk werden sie sich schnell darauf einigen, dass sie alle dem ökonomischen Mainstream hinterherlaufen, weil sie keine eigene Meinung haben und ihre Berater natürlich nichts anderes als Mainstream empfehlen können. Selbst wenn sie intelligente Berater hätten, in der unweigerlichen Auseinandersetzung mit den nationalen Wirtschaftspolitikern à la Scholz (Jurist), Le Maire (Verwaltungsfachmann, „Enarche“) und Roberto Gualtieri (Geschichtsprofessor) kann nur Mainstream das Ergebnis sein, weil keine(r) der Beteiligten in der Lage wäre, [...]

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