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Wirtschaftspolitik | 17.09.2019 (editiert am 20.09.2019)

„Zusehen, wie die unfähig sind.“

Konsummilliarden und tausende von Arbeitsplätzen werden aus der Schweiz nach Süddeutschland importiert. Für die Post-Schröder-Ära ist das ein Zufallsgeschenk der Geschichte am Rande einer binnenwirtschaftlichen Katastrophe.

Aus dem Olymp des Pops berichtete eine Zeitungsnotiz vor Jahrzehnten, dass die Sängerin einer Popgruppe gerne mal 10.000 Dollar ausgibt, wenn sie auf Shopping-Tour in die Stadt aufbricht. Was ich nie habe lesen können ist, dass irgendwo in einer kaum bekannten Stadt 150.000 Menschen jeden Tag einen Umsatz von 3 Millionen Dollar generieren, wenn sie für ihre alltäglichen Bedürfnisse durchschnittlich gerade mal 20 Dollar ausgeben.

Natürlich ist das banal, es könnte aus dem Rechenheft einer Grundschülerin sein. Für die begabtesten kleinen Rechner und Rechnerinnen könnte man daraus sogar einen Dreisatz basteln und fragen, wieviel Umsatz die gleichen Menschen ihrer Stadt bescheren, wenn sie statt 20 Dollar nur noch 15 Dollar am Tag ausgeben können. Wer dann zuerst dicht macht und welche Infrastruktur mangels Steueraufkommen zuerst dem Verfall anheimfällt, das lässt sich nicht mehr ausrechnen, aber auf dem Schulweg beobachten.

Ein interessantes länderübergreifendes Experiment über den wirtschaftlichen Auf- beziehungsweise Abstieg in Abhängigkeit davon, ob kleine Einkäufe die Kassen klingeln lassen oder nicht, spielt sich in den Regionen hüben und drüben entlang der Schweizer Grenze ab. [...]

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