By Kris Krüg - flickr.com, CC BY-SA 2.0
Genial daneben | 17.10.2019 (editiert am 24.10.2019)

Armut als Verhaltensauffälligkeit?

Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaft ist ein Witz, aber ein ganz schlechter. Die drei Preisträger würden der Absurdität dieses Preises die Krone aufsetzen, wenn man nicht vermuten müsste, dass es in Zukunft noch schlimmere „ökonomische Forschung“ gibt.

Die Vergabe des Nobelpreises für Wirtschaft ist wieder einmal von den Medien in Deutschland (und weiten Teilen Europas) unkritisch und unreflektiert wiedergekäut worden.

Es gibt nur wenige Ausnahmen von dieser Regel. Ulrike Herrmann glaubt zwar zunächst, die Nobelpreise gingen im Rahmen der herrschenden Lehre in Ordnung, bemerkt aber wenigstens am Ende ihres Artikels, dass die Ergebnisse absolut trivial sein könnten. Norbert Häring ist wirklich kritisch und zitiert breit kritische Stellungnahmen von Wissenschaftlern an den „Poor Economics“, die den Preis bekommen haben, ist aber bei weitem noch nicht kritisch genug.

Sehr klar kann man das an einem Zitat festmachen, das Häring verwendet und von Jeffrey Hammer, einem der Kritiker der Poor Economics und der von ihnen favorisierten RCTs (randomisierten Kontrollversuchen) kommt.

Viele RCTs beschäftigten sich mit der Frage, wie man die Armen am besten motiviert, mehr zu sparen. „Aber haben wir wirklich geprüft oder gefragt, ob es gut für sie wäre,

[...]

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