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Krise der Linken | 01.10.2019 (editiert am 03.10.2019)

Das Problem, kein Sozialdemokrat sein zu wollen

Mit jeder Wahl schrumpft die SPD. Die Linke büßt selbst in ihren Stammlanden ein. Doch dieser Tage geht es weniger ums Schwinden des linken Lagers, als um den Verlust einer historisch guten Idee: Der Sozialdemokratie.

In den letzten Wochen verging kein Tag, an dem die sozialdemokratischen Kanäle nicht über das große Vorsitzenden-Casting berichteten. Man sondiert ganz genau, ob Team Scholz oder Team Walter-Borjans Vorteile verbuchte, ob Karl Lauterbach mit oder ohne Fliege auftrat oder ob das Gespann Gesine Schwan/Ralf Stegner Aufmerksamkeit generierten. Wer hat welchen Slogan? Sah einer unsicher aus? Wie immer bedanken sich die Kandidaten nach den Konferenzen artig »für den tollen Abend« in den Netzwerken, was die Supporter wiederum Beifall spenden lässt.

Über politische Inhalte, neue Richtungen, ein für eine Volkspartei akzeptables Programm, das nicht durch Worte, sondern Praxis überzeugt oder auch nur einige kritische Anmerkungen zu den fatalen Fehlentscheidungen der letzten zwei Dekaden: Darüber liest man wenig. Das Casting wirkt nur als ein Mikrokosmos der eitlen Selbstgefälligkeit. Inhalte stören da nur.

Irgendwie ausgeklinkt

Auch wenn der Politikbetrieb wie ein Uhrwerk zu laufen scheint: Die Menschen sind geplagt von Sorgen, die ihnen nur eine wirtschaftspolitische Alternative nehmen kann. Dafür braucht es Grundsatzentscheidungen. [...]

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