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Konjunktur | 18.10.2019 (editiert am 24.10.2019)

Die deutsche und europäische Konjunktur im Hochsommer 2019 – 3

Die europäische Konjunktur bleibt auch außerhalb der Industrie sehr schwach. Hoffnungen auf eine automatische Wende sind vollkommen ungerechtfertigt. Die Politik muss handeln, aber nicht mit Bürokratieabbau.

Manchmal bekommt man von unerwarteter Seite Recht. Die WELT berichtet, dass der IWF in seiner neuesten Prognose (hier zu finden) zu der Einschätzung kommt, der deutsche und europäische Einbruch sei bisher noch nicht schlimmer ausgefallen, weil der Dienstleistungssektor nach wie vor robust wachse und den Arbeitsmarkt stabilisiere. Auch schreiben die IWF-Ökonomen, es sei untypisch, dass sich das Verarbeitende Gewerbe und Dienstleistungen so lange auseinanderentwickelten. Die Sorge sei daher groß, dass es eben doch zu Ansteckungseffekten kommen könnte.

Hört man da nicht die Kritik durch, dass die Rechnungen, die amtlicherseits aufgestellt werden, geschönt sind, weil es „ungewöhnlich“ sei, dass es zu einer so langen Auseinanderentwicklung komme? Das genau ist unsere Kritik am Statistischen Bundesamt und an der Bundesregierung gewesen und es wird spannend sein zu sehen, was das Amt Mitte November „berechnet hat“, wenn es die Zahlen für das dritte Quartal vorstellt.

Die Bauproduktion in der EWU ist im August leicht gesunken (Abbildung 1). Das lag vor allem an einem deutlichen Rückgang in Deutschland. [...]

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