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Genial daneben | 29.10.2019 (editiert am 31.10.2019)

Schon wieder ein Wolff zum Heulen!

Bei Ernst Wolff fragt man sich immer wieder, wie er den Status eines renommierten, kritischen Finanzjournalisten erlangen konnte. Dass auch die Zeugen Jehovas über 8 Millionen Mitglieder haben, ist vielleicht eine Erklärung.

Dass Ernst Wolff bei einem in gesellschaftspolitisch Fragen kritischen Publikum offensichtlich großes Ansehen genießt, hatte ich schon an anderer Stelle angesprochen. Allerdings habe er mit seiner Kritik an der MMT eindrücklich seine „Ahnungslosigkeit über die Funktionsweise moderner Geldsysteme“ demonstriert, so dort mein Verdikt.

Gerne hätte ich Gelegenheit gehabt, mein harsches Urteil zu revidieren. In einem vom „Infosperber“ veröffentlichten und von den „Nachdenkseiten“ verlinkten Beitrag finden sich nun aber Aussagen, die Anlass geben, ernsthaft darüber nachzudenken, ob Wolff möglicherweise aus einem Paralleluniversum berichtet.

Zunächst einmal stellt Wolff auch dort seine nicht zu leugnende Begabung für „schaurig-schöne Finanzmärchen“ zur Schau. Freilich muss man, um seine Geschichten wirklich in vollen Zügen genießen zu können, auch den Verkündigungen der Zeugen Jehovas etwas abgewinnen können.

Mit den sicher wohlmeinenden Zeitgenossen mit ihrem Wachtturm in der Hand habe ich eigentlich immer nur Mitleid. Ich konnte mir allerdings nicht vorstellen, dass man an der Lektüre des Wachtturms Interesse haben könnte, wenn man sich über das „bald“ kommende Jüngste Gericht tatsächlich vorab einmal informieren möchte. [...]

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