istock.com/PatricioHidalgoP
Länder | 25.10.2019 (editiert am 29.10.2019)

Wieder eine IWF-Intervention in Ecuador

Sein Name ist nicht Programm: Lenin Morenos Versuch, Ecuador mit Hilfe des IWF eine knallharte Austeritätspolitik aufzudrücken, wurde durch massive Proteste vorerst gestoppt. Doch es ist nur eine Schlacht, aber kein Krieg gewonnen.

Es war eine hartnäckige Haltung, die fast zum politischen Selbstmord führte. Als sich tausende Indigene, Studenten und Arbeiter gegen ein von der Regierung am 1. Oktober verhängtes „Wirtschaftspaket“ im ganzen Land erhoben, griff der ecuadorianische Präsident Lenin Moreno zur massiven Repression durch die Staatsgewalt. Schließlich aber setzte sich das Volk gegen Polizei und Militär durch. Moreno musste das berüchtigte Dekret 883 nach 12 Tagen Demonstrationen zurückziehen. Doch der Preis der Proteste war hoch: 8 Tote, 1.340 Verletzte und 1.192 Inhaftierte.

Doch der Reihe nach. Die Geschichte beginnt 2014, als der Ölpreissturz – und dann, nachfolgendend, der Sturz des US-Dollars – die ecuadorianische Wirtschaft verwüstete. Die Vorgängerregierung griff auf die Notenpresse zurück, um die wachsenden Haushaltsungleichgewichte zu finanzieren. In diesem fünf Jahren bis heute hat sich die Staatsverschuldung verdoppelt, gleichzeitig gehen die internationalen Währungsreserven des Landes zur Neige.

Nach dem Machtwechsel verbot die Regierung Moreno die Staatsfinanzierung durch die Notenbank und andere öffentliche Banken. Stattdessen griff die neue Regierung zu Anleihen mit hohen Zinssätzen und beschloss schließlich im März letzten Jahres, [...]

Nichts schreibt sich von allein!

Nur für Abonnenten

MAKROSKOP ist das Magazin einer Neuen Monetären Ökonomik und damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren – Quer- und Weitdenkern –, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Denkbaren aus. Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume.

Das verschafft uns nicht nur Freunde.

Wenn Sie uns gerade deswegen unterstützen möchten, dann folgen Sie einfach dem Button. Alle Abonnements beginnen ganz unverbindlich und sofort kündbar mit einer zweiwöchigen Testphase.

Testen Sie Makroskop

Anmelden