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Wirtschaftsethik | 12.11.2019 (editiert am 13.11.2019)

Der Anfang vom Ende des Bruttoinlandsprodukts?

Mehr Wohlstand kann nur dann ein sinnvolles ökonomisches Ziel sein, wenn er die Menschen zufriedener und glücklicher macht. Das Bruttoinlandsprodukt ist dafür der falsche Indikator.

Schottland, Island und Neuseeland bewerten fortan die Lebens- und Umweltqualität höher als das Bruttoinlandsprodukt und rücken damit Faktoren wie die psychische Gesundheit ihrer Bevölkerung, den Zugang zu Wohnraum und Grünflächen sowie die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen in das Zentrum ihrer Wirtschaftspolitik. Endlich ein Schritt in die richtige Richtung.

Das Bruttoinlandsprodukt und der Wohlstand

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gibt den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen an, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft als Endprodukte hergestellt wurden – nach Abzug aller Vorleistungen. Die Vorleistungen werden abgezogen, damit kein Posten doppelt berechnet wird. So müssen bei einem Schrank beispielsweise der Wert der verbauten Schrauben, des verwendeten Holzleimes und des genutzten Stroms abgezogen werden.

Berechnet wird das BIP in Deutschland vom Statistischen Bundesamt. Es soll ein Wohlstandsindikator sein, der die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes zeigt. Die Idee ist recht simpel: Je mehr Güter und Dienstleistungen in einem Land in einem Jahr produziert werden, desto wohlhabender ist das Land.

Wenn man das Ganze von einem wirtschaftsethischen Standpunkt aus betrachtet, [...]

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