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Afrika | 27.11.2019 (editiert am 28.11.2019)

Der blockierte asiatische Weg

Der erfolgreiche asiatische Weg von der Entwicklungs- zur Industrienation ist für die Länder Afrikas zum handels- und entwicklungspolitischen Hürdenlauf geworden. Schuld daran trägt auch die WTO.

Toyota, Samsung, Huawei – asiatische Firmen gehören mittlerweile zu den Weltmarktführern in zahlreichen Sektoren. Sie sind das sichtbarste Zeichen für das „asiatische Wunder“, wie der wirtschaftliche und soziale Aufstieg vieler Staaten Asiens genannt wird. In China sind mehr Menschen in kürzerer Zeit aus der Armut „befreit“ worden als jemals zuvor auf der Welt. Und standen Südkorea und Ghana in der Mitte des 20. Jahrhunderts wirtschaftlich noch auf einer Ebene, hat der „Tigerstaat“ Asiens das westafrikanische Land mittlerweile um Jahrzehnte abgehängt. Ähnliche Erfolge sind in Taiwan und vorher in Japan zu beobachten.

Innerhalb von wenigen Jahrzehnten gelang es diesen Ländern, moderne Industriesektoren aufzubauen – von der IT- über die Autoindustrie bis hin zum Maschinenbau. Die Staaten schufen Millionen gut bezahlter Arbeitsplätze. Doch entgegen einem weitverbreiteten Irrglauben verließen sich die asiatischen „Newcomer“ während ihres Industrialisierungsprozesses nicht auf die freien Kräfte des Marktes und den Freihandel.

Im Gegenteil. Die asiatischen Staaten schützten auf unterschiedliche Weise ihre eigenen Unternehmen. Sei es durch Zölle oder durch Bedingungen für ausländische Investitionen. Am bekanntesten ist wohl die von China auferlegte Pflicht, [...]

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