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Political Correctness | 01.11.2019 (editiert am 04.11.2019)

Der Krieg um die Worte

Die Sprache ist zu einer Quelle erbitterter Kontroversen geworden. Doch wer seine Freiheit wirklich ernst nimmt, muss die Unterwerfung unter das Diktat der kontrollierten Sprache verweigern.

Die Sprache der Politik und die Sprache des öffentlichen Lebens sind zu einer Quelle erbitterter Kontroversen geworden. Häufig werden Politiker nicht so sehr wegen ihrer Ansichten oder ihrer Politik angegriffen, sondern wegen der Worte, mit denen sie diese zum Ausdruck bringen oder begründen.

Dabei beschränkt sich der Versuch, die Sprache zu kontrollieren, nicht nur auf den vermeintlich politisch motivierten Zensor. Selbst die Polizei ist in den sich ausbreitenden kulturellen Konflikt um die Sprache involviert.

Fest steht, dass die Sprache des öffentlichen Lebens entwürdigt worden ist. Der politischen Rhetorik fehlt es allzu oft an Substanz. Meistens ist sie schwülstig und schwer zu fassen. Selten lädt sie zum Engagement ein. Und vor allem vermeidet sie es, selbstbewusst eine klare und unmissverständliche Sicht auf die Welt zu vermitteln. Die Qualität der Sprache, die von Politikern auf beiden Seiten des Atlantiks gesprochen wird, gibt also Anlass zu berechtigter Sorge.

Der Brexit und die “Sprache des Hasses”

Das Hauptmotiv, das die aktuelle Kontroverse um die politische Sprache antreibt, ist jedoch weniger ein Interesse an ihrer Qualität als der Wunsch, [...]

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