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Soziales | 25.11.2019 (editiert am 26.11.2019)

Die ökonomische Vernunft des Sozialstaates – 1

Seit den 1980er Jahren wird die Sozialpolitik in die Defensive gedrängt und als Klotz am Bein der Wirtschaft betrachtet. Mittlerweile zeigen sich die verheerenden Folgen dieser Politik. Es wird deutlich, dass der Sozialstaat keine verzichtbare „Wohltat“ ist, sondern eine elementare Grundlage der Infrastruktur moderner Gesellschaften.

Vortrag beim Makroskop-Kongress „(K)eine Zukunft ohne Staat“

Ursprüngliche Präsentation unter diesem Link.

Sozialpolitik in der Defensive

Der britische Historiker Tony Judt sprach vor zehn Jahren angesichts der vom neoliberalen Mainstream in Europa betriebenen Aushöhlung der im „goldenen Zeitalter des Kapitalismus“ (Eric Hobsbawm) in den 1950er und 1960er Jahren aufgebauten Sozialleistungssysteme vom Paradoxon des Wohlfahrtsstaates, „dass seine Anziehungskraft durch seine eigenen Erfolge untergraben wurde.“ (Die Zeit, 07. Januar 2010). Der Sozialstaat hat sich zu einer Selbstverständlichkeit entwickelt, die seine grundlegende Bedeutung für den Zusammenhalt von Wirtschaft und Gesellschaft verschleiert. Sein Fortschritt liegt darin, die Bürger von großen Existenzsorgen zu entlasten und das sozioökonomische Gleichgewicht zu stabilisieren. Mit diesem individuellen Freiheitsgewinn droht aber auch das Bewusstsein verloren zu gehen, dass dieser selbst nur über die öffentliche Organisation und Finanzierung des Sozialstaats erreicht und gesichert werden kann. [...]

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