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Aufgelesen | 26.11.2019 (editiert am 03.12.2019)

Die Theorie der Investitionen

Die Frage nach den Bestimmungsfaktoren der Höhe der Investitionen ist in den letzten Jahren in der Forschung wieder ganz nach oben gerückt. Augenscheinlich sind die Zinsen nur ein Faktor, während andere Faktoren derart dämpfend wirken können, dass selbst bei Nullzinsen die privaten Investitionen nicht deutlich ansteigen.

Hyman Minsky betont in seinem Buch „John Maynard Keynes“, dass Keynes aus seiner Geld­theo­rie seine Makroökonomie entwickelte. Wesentlich sei dabei die Rolle der Fi­nanzierung der Inve­sti­tio­nen, welche die Höhe der Investitionen determinierten. Dies sei der große Unterschied von Keynes zu den Neoklassikern, die von der Höhe der Ersparnisse auf die der Investitionen schließen und auch das nur nachdem sie über den Arbeitsmarkt bei gegebenem Kapitaleinsatz die Pro­duk­tion bestimmt hät­ten.

Kritik des Lehrbuch-Modells

Minsky kritisiert die zu seiner Zeit angebotenen Interpretationen der keyne­sia­nischen Theorie, insbesondere das „IS-LM Modell“. Die dort postulierte Abhän­gig­keit der Investitionen allein vom Zins und der effektiven Nachfrage ent­spräche nicht den Intentionen der All­ge­meinen Theorie.

Minsky schreibt dazu:

„In der General Theory ist daher die Bestimmung der Investitionen ein vierstufiger Prozeß: Geld und Schuldtitel bestimmen einen ‚Zinssatz’; langfristige Erwartungen bestim­men das Erträg­nis – bzw. die erwar­teten Cash flows – aus Kapital­vermögen und laufender Investition (d.

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