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»Goods« und »Bads« | 01.11.2019 (editiert am 04.11.2019)

Konsum dient nicht der Bedürfnisbefriedigung

Unsere Ökonomie ist unsinnig. Sinnloser Konsum erzeugt sinnlose Produktion – mit enormer Ressourcenverschwendung. Wollen wir unsere ökologischen Probleme lösen, müssen wir über Gebrauchs- und Tauschwerte reden.

Die Postmoderne braucht eine neue Ökonomie, schrieb einmal Werner Vontobel auf MAKROSKOP. Man hätte auch schreiben können: Wir brauchen eine neue Ökonomie, wenn die Welt nicht an der bestehenden zugrunde gehen soll.

Vontobel beschäftigt sich in seinem Artikel mit einem oft vernachlässigten Komplex – dem Konsum. Abgesehen vom Konsum als makroökonomischer Größe nämlich, wird diesem Phänomen zu wenig Aufmerksamkeit entgegengebracht.

Erfreulich ist, dass Vontobel den Distinktionscharakter des modernen Konsums anspricht, also die Unterscheidung von eigentlich gleichen Produkten durch Marketing. Leider verliert er sich in eine Argumentation über Bedürfnisse und Sättigung, eine Auseinandersetzung, die bereits vor genau zwei Jahren auf MAKROSKOP zwischen Vontobel und Heiner Flassbeck geführt wurde.

Es geht nicht um Bedürfnisse

Wir glauben, dass eine Auseinandersetzung mit Konsum keiner Auseinandersetzung mit Bedürfnissen bedarf. Natürlich gibt es Grundbedürfnisse wie Essen und Wohnen – Bedürfnisse, deren Befriedigung überlebenswichtig sind. In modernen Ökonomien können diese Bedürfnisse jedoch auf sehr unterschiedliche Art und Weise befriedigt werden. [...]

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