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Staatsschulden | 29.11.2019 (editiert am 04.12.2019)

Sind Staatsschulden tatsächlich des Teufels?

Eine Anhörung des Budgetausschusses im amerikanischen Repräsentantenhaus zur „Neubewertung der ökonomischer Kosten von Staatsschulden“ offenbarte abermals die Vorherrschaft neoliberaler Ideologien. Immerhin konnte auch die MMT ihre Sicht darauf präsentieren.

Wie schon häufig auf MAKROSKOP thematisiert, beruht die öffentliche Debatte über staatliche Defizite und daraus resultierender steigend Staatsschuldenquoten meist auf den Neoliberalismus stützenden Gedankenkonstrukten, die mit der Realität nur wenig zu tun haben. Bei Haushaltsdefiziten wird im Rahmen dieser „Theorien“ die Verdrängung von Privatinvestitionen und Inflationsrisiken vorhergesagt und aus normativer Sicht eine Belastung zukünftiger Generationen moniert .

Vor diesem Hintergrund klingt eine öffentliche Anhörung im amerikanischen Repräsentantenhaus mit dem Titel “Reexamining the Economic Costs of Debt” äußert vielversprechend. Der Abgeordnete und Vorsitzende des Budgetausschusses, John Yarmuth, begann auch gleich mit einem Statement, das Anlass zur Hoffnung einer rationalen Diskussion über diese Thematik gab:

“Ich spreche von einer neuen ökonomischen Ära, da die gegenwärtige wirtschaftliche Situation den Kernprinzipien traditioneller ökonomischer Theorie widerspricht. Wir agieren seit  jeher unter der Annahme, dass ständige Haushaltsdefizite und eine steigende Staatsverschuldung zu steigenden Zinsen und steigender Inflation führen und damit langfristig der ökonomischen Entwicklung schaden. Entgegen diesen Prognosen haben wir jedoch gesehen, dass Zins- und Inflationsraten auf historische Tiefstände gefallen sind,

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