Bild: Bankenverband - Bundesverband deutscher Banken, Bankentag 2017 – Konferenztag - Isabel Schnabel, CC BY 2.0, Link
Genial daneben | 08.11.2019 (editiert am 16.11.2019)

SVR-Minderheit – Schulden ohne Sparen

Auch Ökonomen, die kritischer als die reine Orthodoxie sind, verstehen nicht, welche Rolle die Schulden in der Volkswirtschaft spielen. Und warum der Staat sich heutzutage beim Schuldenmachen nicht mit einer Nebenrolle begnügen kann.

Ich habe mir schon lange abgewöhnt, die konzeptionellen Teile der Gutachten des Sachverständigenrates (SVR) zu lesen. Doch die Minderheitsvoten schaue ich mir meistens an, um zu sehen, ob sich wenigstens die Minderheit mit überzeugenden Argumenten gegen den hier zum Extrem verzerrten Mainstream wehrt.

Diesmal gibt es eine Reihe von Minderheitsvoten. Besonders interessant fand ich, das sich zum Thema Staatsschulden gleich zwei Mitglieder zusammengefunden haben, um der Orthodoxie der Mehrheit zu widersprechen. Isabel Schnabel, die von der Bundesregierung für das Direktorium der EZB nominiert ist, und Achim Truger, der für die Gewerkschaftsseite zum ersten Mal im SVR vertreten ist, widersprechen der Mehrheit in Sachen staatliche Schulden und treten für eine Lockerung oder gar die Aufgabe der Schuldenbremse ein.

Right for the wrong reason?

Das ist im Prinzip zu begrüßen und es ist auch gut, dass der „Gewerkschaftsvertreter“ nicht allein in dieser Sache ist. Schaut man sich allerdings die Begründung der beiden Abweichler an, ist man einigermaßen erstaunt zu sehen, [...]

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