MAKROSKOP-Kongress 2019 | 14.11.2019 (editiert am 15.11.2019)

Vom Ende des postnationalen Narrativs

(K)eine Zukunft ohne Staat? Auf dem MAKROSKOP-Kongress in Nürnberg wurde deutlich, dass diese Diskussion im noch kurzem 21. Jahrhundert erst am Anfang steht.

Samstag, der 2. November 2019 im Gewerkschaftshaus des DGB in Nürnberg. 200 Gäste, 8 Referenten, 3 spannende Themenblöcke, 3 Veranstalter, 2 Moderatoren, 2 Herausgeber auf dem Podium. So ließe sich in trockenen Zahlen der nunmehr vierte Kongress des wirtschaftspolitischen Magazins MAKROSKOP zusammenfassen.

(K)eine Zukunft ohne Staat – so der Titel der Veranstaltung, die zum ersten Mal von dem DGB und der Katholischen Erwachsenenbildung mitorganisiert wurde. Im Raum stand also die Frage, ob der (National)Staat entbehrlich ist. Das roch nach Kontroverse, nach Reizthema, nach vergiftetem Diskurs.

Schließlich wird der Staat gerne als letztes Hindernis für das finale große Freiheitsversprechen gesehen. Grenzen gelten in einer Welt des transnationalen Kapitals, globaler Migration und eines abstrakten Weltbürgertums als obsolet. Der Nationalstaat, glaubt man den postnationalen Diskursen unserer Zeit, ist das Relikt einer längst vergangenen Ordnung. Wer seine Macht reanimieren, seine Souveränität stärken will, gerät da schnell in Verdacht, Nationalist, Populist oder schlimmeres zu sein. So geschehen etwa 2016 im linken Magazin „konkret“, wo unter „Rechte Leute von links“ über „die Anfälligkeit deutscher Keynesianer“ – der Name Heiner Flassbeck fiel explizit – „für Querfronten“ fabuliert wurde. [...]

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