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Geldpolitik | 15.11.2019 (editiert am 22.11.2019)

Warum der Zins auch weiterhin extrem wichtig ist – 1

Dirk Ehnts und Daniel von Ahlen behaupten, der Zins sei für die Steuerung der Volkswirtschaft kaum von Bedeutung. Das ist eine unhaltbare und auch keineswegs sinnvolle Position, wie in einer vierteiligen Artikelserie gezeigt werden soll.

Dirk Ehnts und Daniel von Ahlen haben hier vor einigen Tagen geschrieben:

„Die Idee, die Ökonomie ausschließlich mithilfe von Zinsveränderungen steuern zu können, um bestimmte Inflationsziele zu erreichen, kann heute als gescheitert be­trach­tet werden. Ein enger negativer Zusammenhang von Zinsen und Inflationsraten, der für das Funktionieren einer solchen Geldpolitik nötig wäre, ist in Wirklichkeit nicht vorhanden. Trotz Nullzins springen in der Eurozone und anderswo die privaten Investitionen nicht in dem Maße an, dass sie die Ökonomie in Richtung Vollbeschäftigung führen.“

Die Autoren schlussfolgern:

„Umso notwendiger ist eine neue öffentliche Debatte über die Frage, wie in der Eurozone Voll­be­schäftigung und Preisstabilität hergestellt werden können. … Nur ein Umdenken in der Wirtschaftspolitik mit einer Orientierung zur Fiskalpolitik kann den Unter­gang der EU und der Eurozone jetzt noch aufhalten.“

Nun bestreitet niemand, dass es der EZB seit mehreren Jahren unmöglich geworden ist, mit dem Zins die europäische Wirtschaft zu steuern. Das ist den besonderen Umständen einer europaweit deflationären Entwicklung (genauer: einer Lohndeflation kombiniert mit fiskalischer Austerität) geschuldet. [...]

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