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Libra | 10.12.2019 (editiert am 13.12.2019)

Mit einer Währung spielt man nicht

Ich hatte Libra attestiert, nur „eine weitere kostengünstige Alternative zum Bargeld sein“ zu wollen. Peter Bofinger dagegen erklärte im Deutschlandfunk, dass es keinen Anspruch gebe auf Rückzahlung dessen, was eingezahlt wurde. Er hat Recht: Libra ist ein schamloser Versuch, sich auf Kosten der Nutzer zu bereichern.

Libra, das facebook-Projekt mit Rückendeckung von Bill Gates (Link), soll eigentlich ein Projekt einer wie auch immer gearteten Währung sein, die durch „echtes“ Geld gedeckt ist. Mit echtem Geld meine ich staatliche Währungen, so wie sie im 21. Jahrhundert fast ausschließlich zu finden sind. Euro, US-Dollar, Schweizer Franken, Japanische Yen – dies alles sind moderne Währungen, die für Zahlungen an den jeweiligen Staat akzeptiert werden. Daraus kann eine zukünftige Nachfrage nach diesen Währungen abgeleitet werden und dies lässt die Investoren besser schlafen.

Was ist das Problem mit Libra?

Die Libra wird durch eine sogenannte „Reserve“ vermeintlich gedeckt. Auf den Internetseiten zu Libra heißt es zu diesem Punkt:

„Welche Wertanlagen stützen jede einzelne Libra? Die Reserve wird aus einer Sammlung an risikoarmen Vermögenswerten bestehen, darunter Bankguthaben und Staatsanleihen in Währungen von stabilen und angesehenen Zentralbanken. Da der Wert der Libra im Grunde an eine Sammlung an Fiatwährungen gebunden ist,

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