www.istock.com/tang90246
Arbeit und Kapital | 14.01.2020

Manager auf dem Weg vom Shareholder zum Stakeholder-Kapitalismus?

Bislang gehöre es zum guten Ton unter Managern sich zur ausschließlichen Mehrung des Shareholder-Value zu bekennen. Ausgerechnet die Managerelite der USA wirft nun die Frage auf, ob es nicht Zeit ist, verstärkt die Interessen aller „Stakeholder“ eines Unternehmens in den Blick zu nehmen.

Manager haben zweifellos große Macht und tragen große Verantwortung. Ihre Entscheidungen haben weitreichende Auswirkungen auf Länder, Kommunen und einzelne Menschen. Mit der Frage, woran sie sich bei ihren Entscheidungen orientieren, welche Entscheidungswege vorhanden sind und wie ihre Grundüberzeugungen in die Entscheidungsfindung eingehen, beschäftigen sich in der Ökonomik eine Vielzahl von Menschen.

Das Wissen über diese Prozesse, die Einstellungen dazu und die Haltung der Manager sind in der breiten Öffentlichkeit nicht sehr weit verbreitet. Sie beschränken sich weitgehend auf die Leser des Wirtschaftsteils einer sehr guten Tageszeitung (und der Leser von Makroskop). Gegenstand der öffentlichen Wahrnehmung werde diese Personen meist im Zusammenhang mit berichtenswerten Erfolgen oder Misserfolgen ihrer Unternehmen oder aber bei Skandalen und mit allgemeinen Stellungnahmen zu  gesellschaftlichen Fragen.

Martin Winterkorn z.B. kennt die breite Öffentlichkeit durch den VW-Abgasskandal, Thomas Middelhoff durch seine Haftstrafe, Timotheus Höttges, weil er sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen ausspricht, Joe Kaeser, weil er Siemens-Produktionsstandorte wie Leipzig und Görlitz schließen wollte, [...]

Nichts schreibt sich von allein!

Nur für Abonnenten

MAKROSKOP analysiert wirtschaftspolitisch relevante Themen aus einer postkeynesianischen Perspektive und ist damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren – Quer- und Weitdenkern –, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Denkbaren aus. Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume.

Das verschafft uns nicht nur Freunde.

Wenn Sie uns gerade deswegen unterstützen möchten, dann folgen Sie einfach dem Button. Alle Abonnements beginnen ganz unverbindlich und sofort kündbar mit einer zweiwöchigen Testphase.

Testen Sie Makroskop

Anmelden