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Job-Garantie | 28.01.2020 (editiert am 03.02.2020)

Vollbeschäftigung, Preisstabilität und sozialgesellschaftlicher Fortschritt – 3

Vertreter der Modern Monetary Theory (MMT) empfehlen  die Einführung einer Job-Garantie als wirtschaftspolitisches Mittel zur Beseitigung unfreiwilliger Arbeitslosigkeit. Diese Artikelreihe bietet eine kompakte Einführung einer aus makroökonomischer und sozialer Perspektive vielversprechenden Reformidee.

Während in den ersten beiden Teilen die Grundidee der Job-Garantie (JG) skizziert und deren makroökonomische Implikationen diskutiert wurden, geht es in diesem letzten Teil primär um die sozial-gesellschaftlichen Vorteile, die mit der Einführung einer JG einhergehen. Angesichts der sozialen Krise, die sich beispielsweise in den von hoher Arbeitslosigkeit geplagten südeuropäischen Ländern manifestiert, ist neben den rein ökonomischen Argumenten auch die sozial-gesellschaftliche Komponente einer JG von Relevanz. Schon Dr. Martin Luther King Jr. forderte, dass der Staat Beschäftigungsmöglichkeiten kreiert und sah die JG als jene Maßnahme, die wie keine andere sozialen und ökonomischen Fortschritt für die systematisch benachteiligte afroamerikanische Gesellschaft brächte. Nicht umsonst war sein bekannter „March on Washington“ offiziell als „March on Washington for Jobs and Freedom“ benannt.

Die Kosten unfreiwilliger Arbeitslosigkeit gehen über bloßen Einkommensverlust hinaus

Mit der JG verschwindet praktisch das Risiko unfreiwillig arbeitslos zu werden. Denn die JG bietet jedem, der arbeitswillig ist, einen aufs Gemeinwohl ausgerichteten Job zu sozialverträglichem Lohn inklusive Sozialleistungen. Dabei gehen die Vorteile der Möglichkeit auf kontinuierliche Beschäftigung weit über die bloße Einkommenssicherheit, [...]

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